Wie lagere ich Langzeitlebensmittel – ein Überblick

Wenn Sie sich dafür entschieden haben, einen Notvorrat mit Langzeitlebensmitteln anzulegen, stellt sich natürlich die Frage der Lagerung. Je nach Konservierungsverfahren unterschieden sich die Arten der Lagerung solcher Lebensmittel zum Teil erheblich. Im Folgenden sollen zunächst die unterschiedlichen Lagerungsarten etwas präziser unter die Lupe genommen werden und darüber hinaus erhalten Sie hilfreiche Tipps für die Lagerung bei Ihnen zu Hause.

Langzeitlebensmittel in Konservendosen – die bekannte Variante aus dem Supermarkt

Die wohl bekanntesten Langzeitlebensmittel dürften Konservendosen aus dem Supermarkt sein. Die Lebensmittel wurden vorher stark erhitzt und frisch in die Dose abgefüllt. Danach wird die Konservendose luftdicht verschlossen und unterbindet somit zahlreiche chemische Prozesse, die die Qualität beeinflussen. Konservendosen sind immer mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen, können theoretisch jedoch auch noch nach diesem Datum verzehrt werden. Das Haltbarkeitsdatum (meistens zwischen 2 und 5 Jahren) gibt lediglich eine Garantie des Herstellers für die einwandfreie Qualität und den Erhalt eines gewissen Maßes an Vitaminen an. Gewölbte oder beschädigte Konservendosen sollten Sie jedoch keinesfalls nutzen, da hier die Gefahr einer Lebensmittelvergiftung besteht. In Bezug auf die Lagerung sind Dosen eher nachteilig, weil sie viel Platz verbrauchen und darüber hinaus auch ein gewisses Gewicht aufweisen.

Notvorrat

Vor und Nachteile der Konservendosen im Überblick:

  • Es werden normalerweise keine chemischen Konservierungsstoffe genutzt (+)
  • Haltbarkeit theoretisch unbegrenzt (+)
  • Hersteller garantieren für vollständige Qualität nur 2-5 Jahre (-)
  • Vitamine gehen mit der Zeit verloren (-)
  • Dosen verbrauchen relativ viel Platz (-)
  • Gewicht ist bei größeren Mengen ebenfalls ein Negativfaktor (-)

Getrocknete Langzeitlebensmittel in Dosen oder Beuteln – Gefriertrocknung als Zaubermittel

Getrocknete Lebensmittel weisen den Vorteil auf, dass sie durch die Trocknung einen Großteil ihres Gewichtes und Volumens verlieren. Eine gute Gefriertrocknung sorgt dafür, dass die Struktur der Lebensmittel erhalten bleibt, diese aber knapp 90% ihres Volumens und Gewichts verlieren. Wenn die Nahrung dann in luftdichte Dosen verpackt wird, lässt sich problemlos eine Haltbarkeit von bis zu 15 Jahren erreichen. Die Dosen sind wesentlich leichter als Konservendosen und die Nährstoffe (Vitamine, Ballaststoffe) bleiben größtenteils erhalten. Auch eine luftdichte Lagerung in Alubeuteln ist nicht ungewöhnlich und bringt weitere Platzeinsparungen bei der Lagerung mit sich. Durch Zugabe von Wasser lassen sich insbesondere gefriergetrocknete Lebensmittel fast wieder in ihre alte Form zurücktransferieren. Als einziges Manko sollte erwähnt werden, dass in solcher Nahrung oftmals viele Zusatz- und Geschmacksstoffe enthalten sind.

Vor- und Nachteile getrockneter Lebensmittel im Überblick:

  • Lebensmittel verlieren durch Trocknung 90% an Volumen und Gewicht (+)
  • Vitamine und Nährstoffe bleiben größtenteils erhalten (+)
  • Haltbarkeit von bis zu 15 Jahren möglich (+)
  • Luftdichte Dosen oder Beutel sind deutlich leichter und Platz sparender als Konservendosen (+)
  • Durch Zugabe von Wasser lassen sich die gefriergetrocknete Lebensmittel wieder in die alte Form bringen (+)
  • Je nach Anbieter mitunter viele Zusatzstoffe in der Nahrung (-)

Tipps und Hinweise zur Lagerung

Wenn Sie sich auch für Langzeitlebensmittel entscheiden und diese zu Hause lagern möchten, sollten Sie dabei einige Aspekte bedenken. Gerade getrocknete Lebensmittel dürfen nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommen. Aus diesem Grund ist besonders feuchte Luft zu vermeiden. Darüber hinaus sollten Sie die Langzeitlebensmittel bei nicht zu hohen Temperaturen lagern. Normale Raumtemperatur stellt kein Problem dar, aber ab 30 °C können sich einige Inhaltsstoffe verändern und Nährstoffe verloren gehen. Darüber hinaus sollte auch kein Lagerplatz gewählt werden, der extremen Temperaturschwankungen unterliegt, da auch dies den Lebensmitteln schadet. Ein abgedichteter Kellerraum oder auch eine Speisekammer ist im Normalfall bestens geeignet, um die Lebensmittel zu lagern. Ein Sicherheitsvorrat an getrockneten Nahrungsmitteln und Langzeitbrot für 1 Jahr dürfte dabei höchstens ein Regalbrett in Anspruch nehmen. Eine längerfristige Lagerung von Wasser ist hingegen komplizierter, jedoch können Sie sich durch Aufbereitungsfilter behelfen und so auch Wasser aus der Natur filtern.

Tipps zur Lagerung im Überblick:

  • Übermäßig feuchte Luft vermeiden
  • Getrocknete Lebensmittel sollten nicht mit Flüssigkeit in Berührung geraten
  • Temperaturen von über 30 °C bei der Lagerung vermeiden
  • Starke Temperaturschwankungen ebenfalls vermeiden
  • Ein Kellerraum oder die Speisekammer eignen sich im Normalfall gut zur Lagerung