Notvorrat selbst anlegen – ein kleiner Ratgeber

Ein Notvorrat an Lebensmittel ist in Zeiten des Klimawandels und damit der erhöhten Gefahr für Naturkatastrophen sicherlich eine gute Idee. Da zudem auch die Kriegsgefahr niemals ganz gebannt ist und Unglückssituation wie der Atommeiler in Fukushima durchaus passieren können, sollten auch Sie sich Gedanken darum machen, wie Sie Ihren persönlichen Notvorrat gestalten sollten. Dieser lässt sich natürlich kaufen, denn dehydrierte Nahrung weist eine lange Haltbarkeit auf und erhält die Nährstoffe größtenteils. Trotzdem besteht auch die Möglichkeit, den Notvorrat selber anzulegen. Wie dies funktioniert, möchten wir Ihnen nun etwas genauer zeigen.

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Trockene Lebensmittel halten sich sehr lange

Für einen Notvorrat benötigen Sie natürlich entsprechende Lebensmittel, die für die nötige Energie sorgen. Trockene Nahrung wie Nudeln oder Reise weist eine sehr lange Haltbarkeit auf und kann mit etwas Wasser gekocht schon von sich aus eine nahrhafte Mahlzeit darstellen. Darüber hinaus lässt sich auch Zwieback sehr lange lagern, sofern er nicht mit Feuchtigkeit in Berührung kommt. Weitere trockene Lebensmittel, die sich gut für einen Sicherheitsvorrat eignen, sind:

Notvorrat
  • Knäckebrot
  • Vollkornbrot
  • Haferflocken
  • Zucker
  • Mehl

Mit diesen Lebensmitteln haben Sie bereits einen guten Grundstock, der Sie mit Kohlenhydraten und einigen weitere wichtigen Nährstoffen versorgt.

Einige Obst- und Gemüsesorten weisen auch roh eine lange Haltbarkeit auf

Eine ausgewogene Ernährung sollte natürlich einen entsprechenden Anteil Obst und Gemüse aufweisen. Der große Nachteil liegt darin, dass Beides keine besonders lange Haltbarkeit aufweist. Es gibt allerdings einige Obst- und Gemüsesorten, die hier eine Ausnahme machen. Dazu gehören:

  • Zwiebeln
  • Kartoffeln
  • Birnen
  • Äpfel
  • Orangen

Darüber hinaus können Sie natürlich auch auf eingelegtes Obst und Dosengemüse zurückgreifen. Der Vielfalt sind hier keiner Grenzen gesetzt, denn es gibt heute fast jede Art und Obst und Gemüse in der Dose oder auch im Glas. Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass diese Produkte zumindest einen Teil ihrer Nährstoffe bereits durch die Herstellung verlieren. Eine positive Ausnahme bildet hierbei das Sauerkraut, welches einen guten Vitamin C-Lieferanten darstellt.

Fisch- und Fleischkonserven als Eiweißlieferanten

Auch wenn eine vegetarische Ernährung durchaus Vorzüge hat, ist Fleisch und Fisch ein integraler Bestandteil menschlicher Nahrungsaufnahme. In einem Notvorrat sollte deshalb auch konserviertes Fleisch und auch Fisch enthalten sein. Entsprechende Konserven wie Corned Beef, Heringsfilet in Soße, Thunfisch oder Dauerwurst können als Eiweißlieferanten fungieren und somit sehr wertvoll für Ihren Notvorrat werden. Ferner können Sie natürlich auch komplette Fertiggerichte aus der Dose kaufen, um weitere Abwechslung in die Ernährung bei einer Notsituation zu bringen. Lediglich Tiefkühlprodukte eignen sich nicht sonderlich gut, weil in einem Notfall mit dem Zusammenbruch der Stromversorgung gerechnet werden muss.

Auch an Möglichkeiten für Getränke denken

Wasser ist selbstverständlich der wichtigste Bestandteil eines Sicherheitsvorrats. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, immer 8-10 Liter Wasser zusätzlich im Keller zu lagern, die in einem Notfall zumindest den ersten Bedarf decken. Sollte die Wasserversorgung ausfallen, müssen Sie auf Regenwasser oder Wasser aus Seen und Flüssen zurückgreifen. Dieses sollten Sie jedoch vorher durch Abkochen und Filtern durch ein sauberes Tuch so weit wie möglich reinigen. Darüber hinaus empfehlen sich noch weitere Lebensmittel, um auch die Getränkeversorgung abwechslungsreicher zu gestalten. Dazu gehören:

  • Trockener Tee
  • Kaffeepulver
  • Milchpulver
  • Haltbarer Fruchtsaft (hält bis zu 10 Monate)
  • Kakaopulver
  • Kondensmilch

Weitere Ideen für den eigenen Notvorrat

Da Sie auch in der Not hin und wieder etwas für die Seele benötigen, können Sie sich problemlos einige haltbare Leckereien als Vorrat anlegen. Dazu gehört Honig oder auch Schokolade, da beides eine recht lange Haltbarkeit aufweist. Im Folgenden möchten wir Ihnen zusätzlich ein Rezept präsentieren, welches Ihren Sicherheitsvorrat aufwerten kann.

Hausgemachte Erdbeermarmelade

Zutaten:

  • 2 kg frische Erdbeeren
  • 1 kg Gelierzucker
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Zitrone

Zubereitung:

Die Erdbeeren waschen und in einen Topf geben. Den Gelierzucker hinzugeben und beiden zusammen leicht erhitzen. Als nächsten Schritt die Vanilleschote aufschneiden und das Mark hineinrühren. Während die Zutaten 4-6 Minuten kochen, die abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone hinzugeben. Nach dem Kochen sofort in Einmachgläser einfüllen und luftdicht verschließen. Am nächsten Tag in einem kühlen Raum (Keller) lagern. Auf diese Weise hält sich die Marmelade problemlos ein ganzes Jahr lang.

Fazit

Mit den hier präsentierten Lebensmitteln haben Sie die Möglichkeit, sich einen abwechslungsreichen Notvorrat selbst aufzubauen. Allerdings sollte Ihnen dabei klar sein, dass gerade im Hinblick auf den Gehalt der Lebensmittel dehydrierte Nahrung mehr hochwertige Nährstoffe enthält. Letztlich können Sie auf eine gute Mischung setzen und sich somit gut auf einen möglichen Katastrophenfall vorbereiten.