Notvorrat für öffentliche Einrichtungen

Sollte es in Österreich zu einem Katastrophenfall kommen, der die Versorgung mit Lebensmitteln unterbricht und somit die Bevölkerung gefährdet, arbeiten viele verschiedene Gesellschaften Hand in Hand. Der Katastrophenschutz in Österreich obliegt den einzelnen Bundesländern in Koordination mit dem Innenministerium. Das Versorgungssicherungsgesetz wurde zwar auf Bundesebene erlassen, jedoch beschreibt dies nur die Handlungsmöglichkeiten der Bundesregierung im Falle einer Verknappung von Gütern. Kurzfristig sollen sich die Privathaushalte in Österreich allerdings einen eigenen Notvorrat anlegen, um letztlich im Katastrophenfall für einige Zeit gerüstet zu sein.

Welche Organisationen helfen bei der Versorgung der Bevölkerung?

In Österreich ergibt sich bei der Versorgung und Rettung der Bevölkerung im Katastrophenfall eine Zusammenarbeit vieler Organisationen. Einige sollen hier nun kurz vorgestellt werden.

Notvorrat
  1. Das österreichische Rote Kreuz
    Das österreichische Rote Kreuz hat sich nicht nur der Bergung von Menschen im Katastrophenfall verschrieben, sondern versorgt die Bürger auch mit notwendigen Medikamenten sowie wichtigen Lebensmitteln. Es werden mobile Versorgungseinheiten zur Verfügung gestellt, die regelmäßig Nahrungsmittel liefern, bis der Katastrophenstatus wieder aufgehoben wird.
  2. Das österreichische Bundesheer
    Das Bundesheer leistet im Katastrophenfall ebenfalls Hilfe und versucht, die Ursachen so schnell wie möglich zu bekämpfen. Darüber hinaus werden auch Sturmschäden beseitigt. Eine Versorgung mit Lebensmitteln kann im äußersten Notfall auch erfolgen.
  3. Die regionale Feuerwehr
    Im Katastrophenfall ist die Feuerwehr der erste Ansprechpartner und sorgt direkt vor Ort für möglichst schnelle Hilfe. In einem Katastrophengebiet kann die Feuerwehr zudem auch Lebensmittel austeilen, wenn die Situation sehr bedrohlich wird.

Neben den oben genannten Organisationen gibt es noch viele weitere Gruppen, die den Katastrophenschutz unterstützen.

Eigenen Notvorrat zum Selbstschutz anlegen

Auch wenn es in Österreich ein durchaus gutes Hilfsnetzwerk im Katastrophenfall gibt, wird auch von behördlicher Seite immer wieder empfohlen, selbst einen Notvorrat anzulegen. Dies bringt viele Vorteile mit sich, da Sie so nicht von den öffentlichen Hilfen abhängig sind. Die Kosten für einen Notvorrat sind für nahezu jeden Menschen erschwinglich und die Lebensmittel bringen letztlich ein großes Maß an Sicherheit mit sich. Sie können sich eine relativ ausgewogene Ernährung zusammenstellen und darüber hinaus immer dann essen, wenn Sie wirklich Hunger haben. Rettungskräfte sind vielfach so überlastet, dass es lange dauern kann, bis Hilfsgüter eintreffen.

Die Vorteile eines eigenen Notvorrats im Überblick:

  • Sie sind nicht von öffentlichen Hilfen abhängig
  • Die Ernährung kann auf die eigenen Bedürfnisse eingestellt werden
  • Gutes Kosten/Nutzen-Verhältnis
  • Sie müssen nicht auf die Nahrung warten, sondern können essen, wenn Sie Hunger haben

Fazit

In Österreich wird der Katastrophenschutz sehr ernst genommen und es gibt viele koordinierte Hilfsorganisationen sowie staatliche Institutionen. Trotzdem gehört zudem Plan auch, dass die Bürger in gewissem Maße selbst für einen Notfall vorsorgen. Ein eigener Notvorrat ist heute durchaus erschwinglich und sorgt dafür, dass im Katastrophenfall zunächst keine Abhängigkeit von externen Hilfslieferungen besteht.