Katastrophenvorsorge in den USA – übertriebener Hype oder gerechtfertigt?

Die USA sind nach wie vor die größte Volkswirtschaft der Welt und trotzdem gibt es dort eine gesellschaftliche Strömung, die darauf bedacht ist, für einen eventuellen Notfall vorbereitet zu sein. Diese als „Preppers“ bezeichneten Personen legen große Vorräte an Nahrungsmitteln, Stromgeneratoren, Kerzen, Treibstoff, Medikamente und sogar Waffen an. Falls irgendwann alles zusammenbricht, wollen diese Leute vorbereitet sein. Auf Hilfe vom fast bankrotten Staat bauen sie nicht mehr. Im Folgenden möchten wir Ihnen aufzeigen, aus welchen Motivationen „Prepper“ handeln und ob diese tatsächlich gerechtfertigt sind.

Warum wird der extreme Notvorrat in den USA immer beliebter?

Die Gründe für Strömung der „Prepper“ sind vielschichtig, laufen aber immer darauf hinaus, dass den staatlichen Institutionen kaum mehr Vertrauen entgegengebracht wird. Man geht allgemein davon aus, dass der Staat rein finanziell nicht mehr in der Lage ist, in Notsituationen Hilfe zu leisten. Darüber hinaus gehen einige „Prepper“ sogar von einem baldigen Zusammenbruch des Staates aus und möchten sich entsprechend vorbereiten. Nicht selten verfügen diese Bürger über ein Wohnmobil, welches mit den wichtigsten Vorräten bestückt wird.

Notvorrat

Die Gründe für übertrieben Vorratshaltung im Überblick:

  • Kein Vertrauen in den Staat
  • In Notsituationen baut man auf eigene Vorräte
  • Der Zusammenbruch des Staates wird als mögliches Szenario in Betracht gezogen

Sind solche Vorstellungen nachzuvollziehen?

In den USA sind sowohl Erdbeben (San Francisco) also auch Hurrikans (Ostküste) und Tornados (auch im Landesinnern) keine Seltenheit. In der Vergangenheit kam es häufig vor, dass Wirbelstürme ganze Stadtviertel zerstört haben. Wer in solchen Situationen einen gesicherten Kellerraum mit Notvorräten vorweisen kann, hat sicherlich viele Vorteile und erhöht die eigenen Überlebenschancen. Mitunter kommt es jedoch auch vor, dass aufgrund scheinbar schlimmer Ereignisse wie der angebliche Weltuntergang im Jahr 2012 oder dem Jahr-2000-Problem übertrieben Notfallkeller eingerichtet wurden, in denen man mehr als 1 Jahr problemlos abgeschnitten von der Welt überleben konnte. Solche Reaktionen können durchaus als übertrieben bezeichnet werden und zeigen eindeutig, dass der Grat zwischen sinnvoller Notvorsorge und Hysterie recht klein ausfällt.

Fazit

Grundsätzlich ist auch eine leicht übertriebene Notvorsorge nichts Schlechtes. Wenn Sie sich mit Lebensmitteln und Energiegeneratoren für ein ganzes Jahr ausrüsten, haben Sie in Notsituationen gute Karten. Sowohl Naturkatastrophen als auch menschengemachte Probleme wie Kriege und Atomunglücke sind auf dem Vormarsch. Eine entsprechende Vorsorge ist also nur vernünftig. Trotzdem sollten Sie stets darauf achten, dass das Ganze nicht in den Bereich Hysterie abgleitet und Ihre Notfallvorsorge letztlich Ausmaße annimmt, die Sie sogar finanziell zu überfordern drohen.