Was gehört in einen Notvorrat? Bestandteile und Infos

Auch wenn der letzte echte Katastrophenfall hierzulande schon lange her ist, wird ein Notvorrat in Zukunft potenziell wichtiger. Sowohl Naturkatastrophen als auch menschengemachte Katastrophenfälle (Atomunglück in Fukushima, Krim-Krise) nehmen zu und erhöhen die Wahrscheinlichkeit, irgendwann einmal einen Sicherheitsvorrat an Lebensmitteln zu benötigen. Doch was gehört in einen solchen Notvorrat? Dieser Frage gehen wir nun etwas genauer nach, um Ihnen bei der Zusammenstellung zu helfen.

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Kein Mensch kann ohne Wasser überleben

Der wichtigste Bestandteil eines Notvorrats ist tatsächlich das Wasser. Während ein gesunder Mensch zwischen 20 und 50 Tage lang ohne Nahrung auskommen kann, ist er bereits nach 4 Tagen ohne Wasser verdurstet. Das Wasser stellt jedoch auch den schwierigsten Bestandteil eines Notvorrats dar, weil es nicht ewig hält und darüber hinaus als Lagergut viel Platz wegnimmt. Aus diesem Grund können Sie sich mit einer Doppelstrategie behelfen:

  1. 10-20 Liter abgekochtes Wasser in Kanistern verschlossen im Keller aufbewahren und regelmäßig (alle 1-2 Monate) erneuern sowie einige Flaschen Mineralwasser aufbewahren
  2. Ein Wasser-Set bereit halten, mit dem sich später auch Wasser aus der Natur aufbereiten lässt (Tabletten zur Entkeimung, Wasserfilter zur Säuberung)

Mit diesen beiden Maßnahmen haben Sie einerseits einen Notvorrat für einige Tage und können danach viele verschiedene Wasserquellen aus der Natur anzapfen.

Notvorrat

Lange Haltbarkeit und wichtige Nährstoffe – eine schwierige Kombination?

Ein Notvorrat an Lebensmitteln sollte genau 3 wichtige Funktionen erfüllen:

  1. Geringer Platzbedarf in der Lagerung
  2. Lange Haltbarkeit
  3. Lebenserhaltung und Lieferung wichtiger Nährstoffe im Notfall

Um diesen 3 Anforderungen gerecht zu werden, werden Langzeitlebensmittel heute oft in einer gefriergetrockneten Form angeboten. Das schonende Trocknungsverfahren sorgt dafür, dass die wichtigsten Vitamine und Nährstoffe der Nahrung erhalten bleiben. Ferner wird auf diesem Weg eine Haltbarkeit von bis zu 15 Jahren erreicht. Darüber hinaus weisen gefriergetrocknete Lebensmittel nur noch 10% ihres Volumens sowie Ihres Gewichts auf. Somit lassen sie sich auf kleinem Raum optimal lagern.

Um eine optimale Versorgung mit wichtigen Nährstoffen zu gewährleisten, sollten Sie die getrocknete Nahrung möglichst abwechslungsreich gestalten. In entsprechenden Shops werden neben einzelnen Zutaten auch ganze Menüs (Suppen, Müsli, Chili con Carne oder Ähnliches) angeboten. Zusätzlich ist es sinnvoll, entsprechend verpacktes Langzeitbrot zu kaufen und im Keller lagerungsfähiges Obst wie Birnen oder Äpfel zu deponieren. Auf diese Weise können Sie möglichst viele verschiedene Vitamine in Ihren Speiseplan einbauen und brauchen auch im Notfall keine Mangelerscheinungen zu fürchten.

Darüber hinaus können Sie den Notvorrat noch mit Lebensmittel ergänzen, die von sich aus eine sehr lange Haltbarkeit aufweisen. Dazu gehören beispielsweise Zucker, Mehl, Milchpulver, getrocknete Hülsenfrüchte sowie Haferflocken. Mit einem solchen Notvorrat lässt sich eine begrenzte Notsituation sehr gut überleben. Hier noch einmal die wichtigsten Bestandteile im Überblick:

  • Gefriergetrocknete Lebensmittel erfüllen die meisten Anforderungen an einen Notvorrat
  • Möglichst vielseitige Menüs aus gefriergetrockneten Lebensmitteln auswählen
  • Lagerfähiges Obst im Keller bereichert den Speiseplan
  • Lang haltbare Lebensmittel wie Zucker, Mehl, Milchpulver, getrocknete Hülsenfrüchte und Haferflocken aufbewahren

Ein Notvorrat sollte nicht nur Lebensmittel beinhalten

Ein richtiger Notvorrat sollte neben den nötigen Lebensmitteln zusätzlich noch einige andere Produkte enthalten. Dazu gehören:

  • Hygieneartikel (Seife, Trockenshampoo, Toilettenpapier)
  • Beleuchtung und Strom (Batterien, Taschenlampe, kleiner Generator)
  • Induktionskochfeld (benötigt keine Elektrizität)
  • Radio (um über Neuigkeiten informiert zu bleiben)

Diese Gegenstände stellen nur eine Auswahl dar, aber sie können Ihr Leben in einem Notfall tatsächlich deutlich erleichtern. So sind Sie nämlich nur in Bezug auf die Nahrung versorgt, sondern können auch bei einem Stromausfall die wichtigsten Funktionen aufrechterhalten.