Nahrung für den Katastrophenfall – eine Checkliste

Der Katastrophenfall oder GAU („größter anzunehmender Unfall“) ist ein Gespenst, welches durch entsprechende Ereignisse immer wieder durch unsere Medien und auch unsere Gedanken geistert. Oftmals denken wir, dass ein solches Ereignis niemals eintritt, jedoch sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Laut einer Auswertung der Münchener Rückversicherungsgesellschaft aus dem Jahr 2013 lag die Anzahl der Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Wirbelstürme und Erdbeben im ersten Halbjahr 2013 deutlich über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Wenn Sie dann noch an Atomunfälle wie in Fukushima und an die Krim-Krise mit Kriegsgefahr denken, sollten Sie sich vor Augen führen, dass ein Katastrophenfall gar nicht so abwegig ist. In unserem Ratgeber möchten wir Ihnen deshalb aufzeigen, wie Sie mit Notvorräten für den Ernstfall vorsorgen können.

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Notvorrat

Welche Arten von Katastrophenfällen gibt es?

  • Katastrophen lassen sich grob in Naturkatastrophen und zivilisatorische (menschengemacht) und Ereignisse einteilen. Zu den Naturkatastrophen zählen unter anderem:
  • Sturmfluten und Inlandsüberschwemmungen
  • Erdbeben
  • Wirbelstürme (Hurrikans, Tornados, Taifune)
  • Epidemien
  • Hungersnöte (oftmals als Folgeerscheinung)

Zivilisatorische Katastrophen stellen vor allem folgende Ereignisse dar:

  • Überflutungen durch Staudammbrüche
  • Havarie in Atomkraftwerken
  • Terroranschläge
  • Lecks in Öltankern
  • Kriege

Wenn solche Ereignisse eintreffen, wirbelt dies nicht selten zumindest teilweise die öffentliche Ordnung durcheinander. Infolgedessen kann es dazu kommen, dass die Nahrungsmittel knapp werden oder Sie gar aus Sicherheitsgründen das Haus nicht mehr verlassen können. Eine entsprechende Vorsorge ist in solchen Situationen Gold wert, denn Notvorräte können Ihnen das Leben retten.

Vorsorge für den Katastrophenfall – was sind sinnvolle Notvorräte?

Notvorräte sollen den Zweck erfüllen, über einen größeren Zeitraum hinweg Ihre Versorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen. Dabei spielt natürlich die Haltbarkeit eine sehr wichtige Rolle. Es ist zwar durchaus sinnvoll, frische Nahrungsmittel für 1-2 Wochen als Vorrat zu halten, jedoch können Katastrophenfälle die Überbrückung längerer Fristen nötig machen.

In solchen Fällen eignen sich natürlich getrocknete Lebensmittel viel besser. Wird Nahrungsmitteln das Wasser durch Gefriertrocknung oder Vakuumverdampfung entzogen, verlieren sie ca. 90% ihres Gewichts und 30-90% ihres Volumens. Wird zusätzlich der Sauerstoff durch Stickstoff ersetzt, können diese Lebensmittel eine verlustfreie Haltbarkeit von bis zu 5 Jahren aufweisen. Durch Zugabe von warmem oder kaltem Wasser lässt sich zudem der ursprüngliche Zustand der Katastrophenlebensmittel fast wieder komplett herstellen. Gerade Wasser ist deshalb eine sehr wichtige Ressource im Katastrophenfall. Sollte das Wasser aufgrund der Katastrophe nur noch unrein aus der Leitung kommen, ist ein entsprechender Filter sehr wichtig.

Hier noch einmal die wichtigsten Punkte zu Notvorräten als Checkliste:

  • Lebensmittelvorräte müssen im Katastrophenfall das eigene Überleben sichern
  • Auf die Haltbarkeit achten
  • Frische Lebensmittel halten maximal 1-2 Wochen
  • Für die Zeit danach eignet sich dehydrierte Nahrung sehr gut
  • Durch spezielle Verfahren kann den Nahrungsmitteln das Wasser entzogen werden
  • Die Haltbarkeit von dehydrierten Nahrungsmitteln lässt sich auf bis zu 5 Jahre ohne Qualitätsverlust ausweiten
  • Durch Zugabe von Wasser werden die Notvorräte wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt
  • Entsprechende Wasservorräte müssen vorgehalten werden
  • Ein Filter bei unreinem Trinkwasser nutzen

Was kann alles als dehydrierte Nahrungsmittel genutzt werden?

Wenn Sie sich das Angebot entsprechender Shops näher anschauen, wären Sie erstaunt, was heute alles als Notvorrat genutzt werden kann. Neben Dosenbrot lassen sich auch getrocknetes Fleisch und ganze Menüs dehydrieren. Suppen stellen beispielsweise kein großes Problem dar und auch Nudel-, Reise- oder Kartoffelgerichte werden in trockener Form zur Verfügung gestellt. Sollten Sie die Abwechslung lieben, können Sie sich problemlos entsprechende Vorratsboxen für mehrere Tage oder sogar ein ganzes Jahr kaufen. Darin sind die verschiedensten Menüs enthalten, die einen abwechslungsreichen Speiseplan garantieren. Natürlich werden auch entsprechende Notvorräte für Vegetarier zur Verfügung gestellt.

Fazit

Auch wenn der Katastrophenfall für Sie sehr unwahrscheinlich ist, kann eine entsprechende Vorsorge nicht schaden. Insbesondere in der Nähe von potenziellen Unruhequellen wie Atomkraftwerken, Staudämmen oder Erdbebengebieten ist die Lagerung von Katastrophenlebensmitteln ein sehr geschickter Schritt, um sich für den Ernstfall zu wappnen.