Keine neuen Krebserkrankungen durch Fukushima?

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Nachdem über die unmittelbaren Folgen des Erdbebens und Tsunamis in Japan mit über 20.000 Toten und mehren 100.000 Obdachlosen berichtet wurde, wurden auch die langfristigen Folgen durch das damit verbundene Atomunglück im Kraftwerk Fukushima heiß diskutiert. Nicht nur Japan, sondern auch viele europäische Länder, allen voran Deutschland, haben sich für eine Anti-Atom-Energiepolitik ausgesprochen. Jetzt, 3 Jahre später, sind einige Kritiker allerdings schon wieder verstummt.

Ein erster Aufschrei und dann Stille

Unmittelbar nach der Katastrophe in Fukushima wurde von der damaligen schwarz-gelben Regierung Deutschlands eine sofortige Energiewende gefordert und auch versprochen. Bisher ist von dem großen Umdenken aber nicht viel zu spüren. Es gibt keine vernünftigen, flächendeckenden Lösungen für neue Energiegewinnungsmethoden, es scheint bei der Idee geblieben zu sein.

Die Unscear gibt Entwarnung

Das Schüren der kollektiven Ängste vor einer radioaktiven Verseuchung findet nicht mehr so viele offene Ohren. Dem Anfang April veröffentlichten Abschlussbericht des „Wissenschaftlichen Komitees der Vereinten Nationen zur Untersuchung der Auswirkungen atomarer Strahlung“ (Unscear) zufolge zu Recht. Laut Unscear seien unmittelbare Auswirkungen von Atomenergie auf die Gesundheit der Bevölkerung nicht nachweisbar, es gebe in den Betroffenen gebieten kein erkennbares Ansteigen von Krebserkrankungen und auch kein höheres Krebsrisiko. Die 20.000 Toten von Japan sind an den Folgen des Erdbebens und des Tsunamis, nicht aber aufgrund des Austretens der radioaktiven Energie gestorben. Das Verbinden des Massensterbens mit m Atomunfall sei folglich schlichte Panikmache.

Kritiker hingegen halten weiterhin an der schädlichen, die Gesundheit bedrohenden Wirkung von Radioaktivität fest und sind der Meinung, dass Unscear das zu verheerende Ausmaß der Folgen zu vertuschen versuche. Als Beweis für die noch zu erwartenden katastrophalen Spätfolgen führen Sie die atomare Katastrophe von Hiroshima an, die unter den Bewohnern der damals kontaminierten Gebiete nachweislich zu einem Ansteigen der Krebserkrankungen geführt hat.

In Anbetracht der bisherigen zahlreichen Pannen und neuen Schreckensmeldungen von Fukushima wird es für die Unscear sehr schwer sein, die Menschen davon zu überzeugen, dass das Austreten von Radioaktivität für Japans Bevölkerung keine gesundheitlichen Folgen mit sich bringen wird. Die Skepsis an Atom-Programmen bleibt weiterhin bestehen. Trotzdem hat sich zumindest Japan aber nach einer anfänglichen Abkehr als direkte Folge der Katastrophe wieder zum Einsatz von Atomkraft entschieden.

Unscear – Reichen 60 Jahre Erfahrung aus?

Unscear wurde 1955 von den Vereinten Nationen gegründet, aktuell sind 27 Staaten Mitglieder. Der wissenschaftliche Ausschuss beschäftigt sich mit den Folgen von Radioaktivität und Atomtechnologie und veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen Abschlussberichte mit Ergebnissen zur Forschung über die Auswirkung von radioaktiver Belastung.

Unsecar Abschlussbericht als PDF.

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Redaktion

Author: Redaktion

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