Wetterlage verschlimmert Situation in Fukushima

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Nahezu ein Dutzend der Auffangbecken verlor aufgrund von extremen Regenfällen und Taifunen am vergangenen Wochenende kontaminiertes Regenwasser. Die Betreiberfirma Tepco teilte heute mit, dass im ausgelaufenen Wasser Strahlenwerte jenseits der oberen festgelegten Grenzwerte festgestellt wurden.

Schutzwälle wurden errichtet

Es lässt sich nicht genau feststellen, wie viel des ausgetretenen Wassers in der Erde versickert ist. Tepco hält es für nicht wahrscheinlich, dass es sich hierbei abermals um einen Vorfall handelt, bei dem verseuchtes Wasser in den Pazifik gelangen konnte, da um die Auffangbecken herum Dämme aufgebaut wurden, die ein Austreten des Wassers über die Ableitungskanäle ins Meer verhindern sollen.

Auffangbecken als Notfallplan

Seit der nuklearen Katastrophe im März 2011 ist man in Fukushima nun damit beschäftigt, das damals angefallene radioaktiv verseuchte Wasser sicher zu lagern, sodass es keine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellt. Hierfür wurden hunderte von Tanks als Auffangbecken angelegt, die beim Auftreten von Lecks das kontaminierte Wasser aufhalten sollen. Auf dem Gelände des Atomkraftwerks existieren mittlerweile 23 Ansammlungen von Tanks, die mit verseuchtem Wasser gefüllt sind.

Prüfung der Höhe der Strahlenbelastung

In diesen Auffangbecken sammelt sich bei entsprechenden Wetterverhältnissen Regenwasser an. Bevor dieses Wasser ins Meer abgelassen wird, muss es auf seine Strahlenbelastung hin überprüft werden und wird hierfür in separate Behältnisse umgeleitet. Am gestrigen Sonntag kam es zu solch sinnflutartigen Regenfällen, dass bei über zehn Auffangbecken Wasser übergeschwappte. Es gab bei den Messungen sieben Fälle von Grenzwertüberschreitungen, wobei einer um ein Vielfaches darüber lag, also eine extreme Ausprägung aufwies.

Taifun zwingt zu fragwürdigen Maßnahmen

Eine Woche zuvor veranlasste ein Taifun die Betreiberfirma des AKW in Fukushima, wenig belastetes Wasser aus den Auffangbecken abzuleiten. Die Atomaufsicht genehmigte angesichts der erschwerten Umstände das Vorgehen unter strengen Vorgaben. Nachdem die Werte unter die Obergrenzen gefallen waren, ließ die Firma Tepco die Arbeiter mit dem Abpumpen beginnen. Die Aussichten verschlechtern sich wesentlich mit den aktuellen Wettervoraussagen für Fukushima für die nächsten Tage. Südlich von Japan entsteht gerade ein neuer Taifun, dessen mögliches Ausmaß bisher noch nicht bekannt ist.

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Redaktion

Author: Redaktion

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