Cäsiumwerte explodieren

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TEPCO meldet zum heutigen Tag sprunghafte Anstiege der Kontamination im Hafenbereich. Über Nacht sind die Werte des radioaktiven Cäsiums laut Angaben der Betreiberfirma um das Dreizehnfache angestiegen. Die erschreckende Explosion der Werte wurde festgestellt, nachdem gestern Proben des Wasserzulaufs von Reaktor 2 entnommen wurden. Pro Liter wurde ein Gesamtwert von 1.200 Becquerel nachgewiesen. Einen Tag zuvor wurden lediglich 90 Becquerel auf einen Liter nachgewiesen.

Erklärungsversuche

Den Grund für den massiven Anstieg der Werte sieht man in Bauarbeiten, welche im Zuge dessen durchgeführt wurden, dass man versucht hat, kontaminiertes Wasser vor dem Abfließen ins Meer zu hindern. Es wurde eine Barriere aus Erde errichtet, welche mit Chemikalien versetzt aushärtet. Bei der Ausführung dieser Pläne gelangte bereits belastete Erde in die Bucht. Das soll zum Anstieg der Cäsiumwerte geführt haben.

Belastung auch außerhalb des Hafens

Bis zu einem Kilometer außerhalb des Hafens wurden im Mai dieses Jahres bereits Messungen veranlasst. Diese ergaben jedoch nur sehr geringe Konzentrationen. Erst seit August werden die Wasserproben auch im Hafenbereich der Anlage vom AKW-Betreiber entnommen. Die Aussagen der ermittelten Werte widersprechen sich jedoch teilweise. Während Tepco von unbedenklichen Mengen unter jeglichen Grenzwerten spricht, berichtet Asahi Shimbun, die zweitgrößte Zeitung Japans, von einem Anstieg der Werte in der Nähe von Reaktor 2 auf 160 Becquerel pro Liter.

Tepco gibt Gas

Gestern gab es von der Betreiberfirma gute Nachrichten bezüglich des Zeitplans, der die Errichtung von Lagertanks betrifft. Ganze zwei Jahre früher, als geplant, soll die Fertigstellung nun im März 2015 beendet sein. In den neu errichteten Tanks sollen bis zu 800.000 Tonnen verseuchtes Wasser eingelagert werden.

Müllverbrennung akzeptiert

Nun soll eine Übergangslösung geschaffen werden, um die Reduktion der radioaktiv verseuchten Abfälle voranzutreiben. Der Ort Iitate und das Umweltministerium haben zugestimmt eine vorübergehende Müllverbrennungsanlage zu errichten. Gleichzeitig wird versucht die Überreste der Müllverbrennungsanlage so umzuwandeln, dass sie als Baumaterial verwendet werden können. Hierfür müssen radioaktive Stoffe aus der Asche herausgefiltert werden. Sowohl die Müllverbrennungsanlage als auch die Möglichkeit zur Wiederaufbereitung sollen bis Ende des Fiskaljahres 2014 realisiert werden.

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Redaktion

Author: Redaktion

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