Behördlicher Druck auf Tepco

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Nachdem es vermehrt zu Zwischenfällen bei den Arbeiten am verunglückten Atomkraftwerk von Fukushima kam, die teils schwerwiegende Ausmaße wie das Auslaufen von kontaminiertem Wasser ins Meer hatten, wird nun zwischen dem 14. und 21. Oktober ein internationales Expertenteam vor Ort erwartet, welches die Lage genauestens begutachten soll.

Vertrauen in Betreiberfirma angeknackst

Am vergangenen Freitag beschloss die Internationale Atomenergie-Behörde (IAEA), dass sich ein unabhängiges Expertenteam ein Bild von der Lage machen soll. Tepco, so scheint es, informiert die Öffentlichkeit nur partiell und nicht stetig mit der ganzen Wahrheit. Tepco-Chef Hirose entschuldigt sich zwar nach jedem Vorfall redegewaltig und mit vielen Verbeugungen, seinen Worten, man würde die Situation in den Griff bekommen, folgten jedoch bisher dramatischerweise noch keine handfesten Taten. Mittlerweile lagern über 300.000 Tonnen Wasser auf dem Ruinengelände des AKW von Fukushima, wobei ein Ausbau auf 700.000 Tonnen notwendig und geplant ist.

Schadensmeldungen reißen nicht ab

Zweimal innerhalb von knapp zwei Monaten trat kontaminiertes Wasser aus und konnte ins Meer gelangen. Es entsteht der Eindruck, dass Tepco die Situation noch weniger unter Kontrolle hat, als zugegeben wird. Kritische Stimmen werden laut, die behaupten, die Betreiberfirma würde versuchen, das Ausmaß der Katastrophe zu vertuschen und die Tatsachen und Aussichten zu beschönigen und herunterzuspielen.

Atombehörde greift ein

Daher greift die internationale Atombehörde auf Anfrage der Regierung Japans nun ein und will sich einen Überblick über die reellen Fakten verschaffen, um dann mit der Firma Tepco zusammen weitere Schritte zu besprechen und einzuleiten. Insbesondere die Anzahl der Helfer, welche die Löcher in den Tanks reparieren, muss vermutlich aufgestockt werden. Des Weiteren ist Tepco dazu aufgefordert, innerhalb einer Woche einen handfesten Plan vorzulegen, der die Schritte zur Bewältigung der Krise genau darstellt und erklärt.

Japans Politiker erkennen Ernst der Lage

Shinzo Abe, der japanische Ministerpräsident, will auf der außerordentlichen Parlamentssitzung im Herbst das ausrinnende Wasser zum Thema mit höchster Priorität machen, welches besprochen werden muss.

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Redaktion

Author: Redaktion

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