Auffangtank von Fukushima ist undicht

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Laut Zugeständnis der Betreiberfirma TEPCO handelt es sich um einen Flüssigkeitsverlust von ca. 300 Tonnen radioaktiv verstrahltes Kühlwassers täglich, der eigentlichen 1000 Tonnen, welche aus einem Kühlwassertank laut der Betreiberfirma, in das umliegende Erdreich versickert. TEPCO habe die undichte Stelle laut den neuesten Informationen bis dato in dem betreffenden Kühlwassertank nicht gefunden. Wie schon von uns am 10. April 2013 berichtet, wurde bereits ein Wasserverlust im bis dato unbeschädigten Reaktor 3 festgestellt.

Am 11. März 2011 wurde, wie wir alle uns sicher noch mit Schrecken an die Bilder des zerstörerischen Tsunamis erinnern, das Atomkraftwerk Fukushima I zu einer Ruine mit tödlichen Überresten. Es kam zur Kernschmelze im Atomkraftwerk. Eine Katastrophe von enormen Ausmaß. Seither wird unentwegt Unmenge an Wasser zur Kühlung in die Reaktoren gepumpt, um das defekte System ständig zu kühlen. In den Reaktorengebäude vermischt sich jedoch auch das ständig eindringende Grundwasser mit dem verstrahlten Kühlwasser in den Reaktoren und versickert in Grund und wahrscheinlich auch im Meer rund um Fukushima. Reparaturtrupps arbeiten täglich, im Schichtbetrieb, an den Folgeschäden der Zerstörung am AKW durch den Tsunami. Sie versuchen die täglich produzierten, verstrahlten Kühlwassermassen einzufangen und in Tanks zu lagern. Aber wie es scheint, ein unmögliches Unterfangen, da dafür die nötige Kapazität fehlt.

Fukushima

TEPCO, der Betreiberkonzern des AKWs, steht im Kreuzfeuer aller Medien und der Politik sowie der japanischen Atomaufsichtsbehörde. Dem Betreiberkonzern wird vorgeworfen, skrupellos zu handeln und nicht alle nötigen sowie vorhandenen Mittel und Wege zu nehmen, um die Katastrophe in den Griff zu bekommen um die Menschen, die Tiere und Umwelt davon zu befreien.

Ingenieure entwickelten ein Schutzsystem das durch einen Wall mit extremer Kühlflüssigkeit in Rohren rund um das AKW I bis IV geleitet wird. Das Erdreich in diesem Bereich gefriert und bietet somit die Möglichkeit die Reaktor zu kühlen. Laut Planung beträgt der Wall mehr als 1.500 Meter rund um das AKW Fukushima.

Es wäre ein Vorzeigeversuch, da es weltweit kein vergleichbares Projekt gibt. Da dieses Projekt jedoch Unsummen verschlingt, wird nun der Staat hinzu gezogen, da der Betreiberkonzern nicht die nötigen finanziellen Mittel aufbringen kann.

Neueste Bilder zeigen, wie Menschen in „Schutzanzügen“ mit Helm und Brille, erneut Erdreich abtragen und in Bigbag’s füllen. Für die betroffenen Arbeiter ist ihre tägliche Arbeit ein enormes gesundheitliches Risiko, dem sie jedoch nicht entkommen können. Laut Wissenschaftler, ist das austretende Wasser unter andern belastet mit Strontium, welches bei Mensch und Tier das lebenswichtige gesunde Knochenmark angreift und die Lebewesen erkranke zum Beispiel an Leukämie.

Aktuellen Daten zu Folge, werden 10.000de weitere Krebserkrankungen nach Fukushima erwartet. Die Folgen der Katastrophe sind noch nicht absehbar und kalkulierbar. Alleine durch die ständige Strahlenbelastung im Freien und der verstrahlten Nahrungsmittel, denen die Menschen und Tiere täglich ausgesetzt sind, werden mehr als 80.000 weitere Krebsfälle in Japan prognostiziert.

Aber nicht nur die Krebsrate steigt in Japan ins Unfassbare, sondern die soziale Komponente trägt ihre traurigen Zahlen bedenklich hoch zur Sterberate der Japaner rund um Fukushima bei.

Japan bekannt als einer der ältesten Kulturen unseres Planeten, mit Familien und Generationsbanden. Extrem verwurzelten Menschen mit Traditionberufen, wie Landwirt und Fischer, stehen vor dem NICHTS. Über 160.000 Menschen wurden enteignet und mussten sofort ihr Land verlassen und leben seit der Katastrophe des Tsunamis in Containerstädten. Haben keine Arbeit mehr und keine Aussicht auf Besserung. Leben zusammen gepfercht und verlieren ihre Traditionen auf Grund von Platzmangel. Familien zerbrechen, da die noch gesunden und jungen Menschen jede Möglichkeit nutzen, um weg zu kommen und einen neuen Anfang irgendwo anders zu machen. Wer zurück bleibt, sind die Alten und die kranken Menschen. Viele sind Drogen und dem Alkohol verfallen und haben sich aufgegeben.

Ein Schicksal das viele 1.000 Menschen in Japan getroffen hat. Schlimme Tatsache ist jedoch, dass wie auch durch den Atomunfall in Tschernobyl, die Erkrankung an vielen Krebsarten und Gendefekten an Erwachsenen, Kindern und Tieren, erst viel später als Folgeerkrankungen feststellbar sind.

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Redaktion

Author: Redaktion

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