Atomkraft: BRD steigt aus – EU steigt ein

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Die BRD hat den Ausstieg aus der Atomkraft beschlossen und ist bereits dabei, erste Schritte zur Umsetzung in die Wege zu leiten. Die EU hingegen tritt jetzt einen Feldzug in die entgegengesetzte Richtung an und fördert den Bau von AKWs.

Laut einem Zeitungsbericht plant die EU-Kommission eine Erleichterung des Baus und Betriebs von Atomkraftwerken innerhalb der EU.

Kernkraftwerk Emsland, Deutschland

Kernkraftwerk Emsland, Deutschland

Fördergelder für Atomkraft

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, erklärt Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia in einem Entwurf einer neuen Beihilferichtlinie den Ausbau der Atomenergie explizit zum Ziel der Europäischen Union. Für die Umsetzung dieses Ziels müssten die nötigen staatlichen Finanzierungshilfen bereitgestellt werden. Almunia machte sich für ein Regelwerk stark, das Investoren über die Voraussetzungen für solche staatlichen Beihilfen aufklärt und Rechtssicherheit gibt. Befürworter fand Almunia in Großbritannien, Frankreich, Litauen und Tschechien, wohingegen die Bundesregierung dem Plan gegenüber abgeneigt ist und seinem Vorhaben widersprach. Nach der Sommerpause soll die neue Richtlinie vorgelegt und bis zum Frühjahr verabschiedet werden.

Nach dem atomaren Unglück von Fukushima im März 2011 beschloss Deutschland den Ausstieg aus der Atomenergie. Dieser soll bis Ende 2022 vollzogen werden. Alle deutschen Atomkraftwerke werden bis dahin vom Netz genommen. Was sich jetzt deutlich herauskristallisiert, war damals schon zu erkennen, da sich andere europäische Länder weiterhin für Atomenergie aussprachen und auch die Errichtung neuer AKWs planen.

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Redaktion

Author: Redaktion

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