Nordkorea: Kim Jong-un verkündet erneuten Atomtest

    Der Diktator Kim Jong-un kann die Provokationen gegenüber den USA offensichtlich nicht lassen: Er droht dem „Erzfeind“ mit erneuten Atomwaffen- und Raketentests. Erst im vergangenen Dezember beschloss der UN-Sicherheitsrat erneut Sanktionen gegen Pjöngjang, als die versteckten Langstrecken-Raketentests des kommunistischen Landes öffentlich wurden.

    Säbelrasseln aus Pjöngjang

    Kim Jong un

    Kim Jong un – © flickr.com/petersnoopy

    Die USA, Südkorea, aber auch der große Bruder China haben inzwischen ernste Bedenken angemeldet, was die Drohungen aus Pjöngjang betrifft. Der UNO-Sicherheitsrat hat erneut Konsequenzen angekündigt. Die Auslandskonten der nordkoreanischen Raumfahrtbehörde wurden bereits gesperrt, mehrere hochrangige Entwickler dürfen nach den Langstreckenraketen-Tests im Dezember nicht mehr ins Ausland reisen. Doch es hilft alles nichts: Kim Jong-un scheint unbelehrbar und lässt weiter die Säbel rasseln.

    Zwar ist Kim Jong-un der „Oberste Führer“ des Landes, als offizielles Staatsoberhaupt gilt allerdings noch immer Kim Il Sung, der allerdings bereits im Jahr 1994 gestorben ist. In Nordkorea leben rund 25 Millionen Menschen. Obwohl reichliche Bodenschätze vorhanden sind, liegt die Wirtschaft seit etwa 20 Jahren am Boden. Nur noch 20 % der Industrieanlagen werden betrieben, offizielle Wirtschaftsdaten fehlen allerdings.
    Die allgemeine Wehrpflicht in Nordkorea beträgt zwischen fünf und zehn Jahre, die Streitkräfte werden auf etwa 1,2 Millionen Mann geschätzt.

    Erzfeind USA

    Selbst Geheimniskrämerei scheint der Diktator nicht mehr für nötig zu halten: „Wir verhehlen nicht, dass die verschiedenen Satelliten- und Langstreckenraketen, die wir weiter starten, sowie der hochgradige Nukleartest, den wir unternehmen werden, gegen unseren Erzfeind USA gerichtet sind“, erklärte die nordkoreanische Kommission. In der nordkoreanischen Öffentlichkeit werden die angekündigten Atomtests den Einwohnern als Antwort auf die Provokation durch die USA verkauft. Die Resolution des UN-Sicherheitsrates, die auf die Initiative der USA zustande gekommen ist, sei „die gefährlichste Phase der feindseligen Politik gegen die Volksrepublik“.

    Drei Atomtests in sechs Jahren

    Schon zweimal spielte Nordkorea mit dem Feuer: Bereits in den Jahren 2006 und 2009 fanden unterirdische Atomtests statt. Bereits auf die ersten Tests reagierte der Weltsicherheitsrat mit Sanktionen gegen das kommunistische Land. Inzwischen hat Nordkorea auch noch die letzte Verbindung zum Süden Koreas gekappt: Die militärische Kommunikationsverbindung wurde von Kim Jong-un gekappt. Experten deuteten dies als weiteren Schritt in Richtung Eskalation.

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