Nordkorea bereitet Atomtests vor

    Schon länger rasselt Nordkorea immer wieder mit den Säbeln – vor allem in Richtung USA. Derzeit bereite
    Pjöngjang anscheinend Atomtests vor – dies meldete ein US-Institut. Die verdächtigen Aktivitäten wurden anhand einer Satellitenaufnahme deutlich. Steht nun ein Atomtest in Nordkorea bevor?

    Sanktionen gegen Nordkorea

    Im Jänner beschloss der UN-Sicherheitsrat wegen des Tests einer Langstreckenrakete im Dezember Sanktionen gegen Nordkorea. Laut Expertenmeinung wurde nun erstmals ein Trägersystem benutzt, das Gefechtsköpfe bis an die US-Westküste tragen könnte. Nordkorea soll unter dem Deckmantel eines Weltraumraketen-Starts einen verdeckten Waffentest vorgenommen haben. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Test scharf.

    Die USA wurden in ihren Bemühungen für Strafmaßnahmen sowohl von Japan als auch von Südkorea und der UN-Vetomacht China unterstützt. Die Sanktionen betreffen hauptsächlich die nordkoreanische Raumfahrtbehörde, die Auslandskonten der Behörde sollen eingefroren werden. Außerdem dürfen mehrere Führungskräfte, die aktiv an den Raketenstarts beteiligt waren, nicht mehr in das Ausland reisen. Peking ließ verlauten, dass die Hilfsmaßnahmen für den Verbündeten Nordkorea im Falle eines Atomtests zurückgeschraubt werden.

    Nordkorea

    Antwort auf den „Erzfeind USA“

    Dass Nordkorea vor Atomtests nicht zurückschreckt, hat die Vergangenheit bereits gezeigt: Nach eigenen Angaben schlugen die Geigenzähler in Nordkorea bereits 2006 und 2009 aus, in beiden Jahren sollen Atomtests vorgenommen worden sein. Pjöngjang kündigte erneute Atomtests an – als Reaktion auf die Strafmaßnahmen, die von den USA und China beschlossen wurden. Das nordkoreanische Staatsfernsehen sprach von einer Antwort auf die Provokationen des „Erzfeindes USA“ und Machthaber Kim Jong-un bekräftigte das Vorhaben bei einem Treffen mit den wichtigsten Sicherheitsberatern des Landes. Dabei hatte sowohl Süd- als auch Nordkorea bereits 1992 ein Abkommen unterzeichnet, das eine atomwaffenfreie koreanische Halbinsel festlegte. Kim Jong-un erklärte das Papier nun kurzerhand für ungültig, weil die Regierung von Seoul mit den USA kollaboriere.

    Verdächtige Satellitenaufnahmen

    Das U.S. Korea Institute der Johns Hopkis University in Baltimore berichtete als erstes von verdächtigen Satellitenaufnahmen, die auf einen nun vorbereiteten Atomtest in einigen Wochen oder Monaten hindeuten würden. Auf den Bildern wäre erhöhte Aktivität in jenem Areal sichtbar, das in der Vergangenheit von Nordkorea für Atomtest genutzt worden ist.

    Kriegsdrohungen gegen den Bruder im Süden

    Zudem drohte Diktator Kim Jong-un als Reaktion auf die verschärften UNO-Sanktionen dem Bruder im Süden mit Krieg. Würde sich Südkorea „das Marionettenregime der Verräter“ der vorherrschenden Meinung im Sicherheitsrat anschließen, würde Nordkorea „starke physische Gegenmaßnahmen“ ergreifen.

    Redaktion

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