China möchte Atomkraftwerke in Großbritannien bauen

Das Land der Mitte wächst und wächst. Nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Industrie. Und die verlangt nach günstigem Strom. Nun will China fünf AKW in England bauen. Großbritannien, so eine Regierungssprecherin, sei „offen für Geschäfte“.

England setzt weiterhin auf Atomkraft

Großbritannien gehört zu jenen Ländern, die auch nach der Katastrophe von Fukushima weiterhin auf Atomkraft setzten. Wie Premier David Cameron ankündigte, wird Atomenergie in England auch weiterhin eine wesentliche Energiequelle bleiben. Allerdings soll der Anteil an der gesamten Energie eingeschränkt werden. Chris Huhne, der englische Energieminister, meinte, dass europäische Regierungen „gehetzte Entscheidungen“ zum Thema Atomkraft getroffen hätten. Derzeit sind in England 19 Atomkraftwerke in Betrieb, 2011 wurden acht neue Meiler in England und Wales genehmigt.

Bau eines Kernkraftwerks

China will fünf AKW in England bauen

Auch China setzt weiterhin auf die Atomkraft, auch wenn die Regierung ankündigte, nach den Ereignissen in Fukushima verstärkte Sicherheitsvorkehrungen treffen zu wollen. Einem Zeitungsbericht zufolge will China bzw. die China National Nuclear Corporation in Großbritannien fünf Atomkraftwerke bauen – für etwa 45 Milliarden Euro. China wolle beweisen, dass es in einer der reguliertesten Branchen wirtschaftlich arbeiten könne. Auch, um in Zukunft weitere Märkte in Afrika oder dem Nahen Osten zu erobern.
Doch nicht nur China, auch Frankreich zeigt sich interessiert: Der Energieriese EDF ist ebenfalls am Bau neuer Reaktoren in England interessiert.

Laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ hatte sich England im vergangenen April vor der EU-Kommission für die Förderung von Atomenergie stark gemacht. Die EU solle nicht nur Wind- und Solaranlagen, sondern auch Atomkraftanlagen fördern. Die EU-Kommission erteilte dieser Anfrage allerdings eine Absage.

Greenpeace meldet Bedenken an

Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace melden gleich in mehrerlei Hinsicht Bedenken an. Zum einen hätte die Katastrophe in Fukushima gezeigt, wo Atomkraft hinführen könne. Zum anderen sei es ein Armutszeugnis für die britische Regierung, wenn kein Abschluss mit anderen Investoren zustande kommen würde und das Geld von britischen Steuerzahlern in staatliche chinesische Unternehmen fließe. Vor dem Angebot aus China gab es auch Interesse von deutscher Seite: Nach dem deutschen Atomausstieg ist der REWE-Konzern allerdings abgesprungen.

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